Die Hintergründe
Als Giuseppe Verdi seinen «Trovatore» (Der Troubadour) am 19. Januar 1853 in Rom zur Uraufführung brachte, war er bereits seit elf Jahren einer der berühmtesten Opernkomponisten seiner Zeit. Die Schaffensphase von 1851 bis 1853 sollte jedoch selbst im Werk eines Vielschreibers wie Verdi einmalig bleiben: Mit den Meisterwerken «Rigoletto», «Il Trovatore» und «La Traviata» schuf er innerhalb von zwei Jahren gleich drei Opern, die in der ewigen Bestenliste wie auch auf den Spielplänen der internationalen Bühnen ihre festen Plätze haben. Neben grossem Melodienreichtum, darunter etlichen «Hits», kennzeichnet diese drei Opern insbesondere ein gemeinsames Merkmal: Sie beschäftigen sich mit dem Schicksal von gesellschaftlichen Aussenseitern. Im Falle des «Trovatore» ist dies die Zigeunerin Azucena.
Das Libretto der Oper basiert auf dem spanischen Drama «El trovador» von Antonio García Gutíerrez. Die Handlung, angesiedelt im Mittelalter der Ritter und Minnesänger, klingt auf dem Papier etwas verworren, doch entfaltet Verdi durch schier grenzenlosen Melodienreichtum eine ungeheure dramatische Intensität auf der Bühne, so dass die Geschichte von der ersten bis zur letzten Minute zu fesseln vermag. Nicht von ungefähr wurde die Oper zu einem der Lieblingswerke des Publikums.



